Ein gelungener Abend der Begegnung

Erstmals gemeinsames Fastenbrechen mit 120 Gästen im Knappensaal gefeiert

Im Fastenmonat Ramadan fasten Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang und verzichten dabei sowohl auf Speisen als auch auf Getränke. Jeden Abend wird das Fastenbrechen, auch Iftar genannt, gemeinsam gefeiert. Rund 120 Menschen kamen aus diesem Anlass am vergangenen Freitag im Knappensaal in Herdorf zum gemeinsamen Fastenbrechen zusammen. Initiator Yusuf Kalayci, ein Herdofer mit türkischen Wurzeln, hatte gemeinsam mit einer Gruppe türkischstämmiger Bürger des Hellerstädtchens und mit Unterstützung des Vereins VDTA Siegen e.V diese Veranstaltung erstmalig organisiert.

Der Abend war gleichzeitig auch ein Dankeschön für einen Begegnungsabend im Herdorfer Rathaus zu dem der ehemalige Stadtbürgermeister, Uwe Erner, im vergangenen Jahr eingeladen hatte. Neben Nachbarn, Freunden und Bekannten hatten die Initiatoren auch den Stadtbürgermeister Uwe Geisiger, die Beigeordneten der Stadt und Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates, den ehemaligen Stadtbürgermeister Uwe Erner, Vorstandsmitglieder der DJK Herdorf, des DRK-Ortsverbandes sowie Mitarbeiter*innen der städtischen Kita, der Grundschule und nicht zuletzt Vertreter der beiden christlichen Kirchengemeinden Herdorfs eingeladen.

Sie alle erlebten einen geselligen Abend mit köstlichen Speisen, vielen wertvollen Gesprächen und einem intensiven Austausch. Wie wichtig dieser sei, hob Stadtbürgermeister Uwe Geisinger in seinem Grußwort hervor. „Ein solcher Abend ist die schönste Form einer lebendigen Integration. Nur durch solche Begegnungen und ein gelebtes Miteinander kann dies funktionieren“, betonte Geisinger und bedankte sich herzlich für die Organisation und die Einladung.

Ein großer Dank der Gastgeber, verbunden mit einem Blumengruß ging auch an Christine Lück von der VHS Herdorf und an Linde Brühl, die kostenlose Sprachkurse angeboten haben. Alle Redner, die an diesem Abend das Wort an die Gäste richteten waren sich einig, dass eine solche interkulturelle Veranstaltung dazu bei trage, das Verständnis zwischen den Gemeinschaften zu stärken und die Kulturen kennenzulernen, die bei näheren Hinsehen gar nicht so unterschiedlich seien. So ist es gerade in diesem Jahr eine Besonderheit, dass sich die christliche Fastenzeit und der Ramadan für etwa vier Wochen überschneiden. Am Ende dieser gelungenen Premiere wurde von vielen Seiten der Wunsch geäußert, einen solchen Abend auf jeden Fall zu wiederholen.